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Ziel jeder Kreislaufwirtschaft ist es, den Wert der Produkte langfristig zu bewahren, und zwar durch eine höhere Lebensdauer, ihre Rückgewinnung und die Schliessung der Rohstoffkreisläufe durch Recycling.
 

Aus geleerten HENNIEZ PET-Flasche können neue Flaschen hergestellt werden - dank des Schweizer PET-Recycling-Systems

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PET (Polyethylenterephthalat) ist ein recyclingfähiger Kunststoff, der unter anderem für Getränkeverpackungen verwendet wird. PET kann kann mehrfach recycelt und erneut eingesetzt werden. PET-Verpackungen erfüllen die geltenden Anforderungen für Lebensmittelverpackungen. PET-Flaschen sind, anders als Glasflaschen oder Aluminiumdosen, unzerbrechlich, leicht und wiederverschliessbar.

Beim Recycling von PET-Getränkeflaschen lassen sich verschiedene Verwertungswege unterscheiden. Eine Möglichkeit ist, das recycelte Material für andere Anwendungen wie Textilien oder Baumaterialien einzusetzen. Im geschlossenen Flaschenkreislauf hingegen werden gebrauchte PET-Getränkeflaschen gesammelt, recyclet und erneut für die Herstellung von PET-Flaschen verwendet.

Die Grundlage des geschlossenen Flaschenkreislaufs ist die separate Sammlung der PET-Flaschen, wie sie in der Schweiz durch den Verein PET-Recycling Schweiz (www.petrecycling.ch) durchgeführt wird. Die gesammelten PET-Flaschen werden gereinigt und zerkleinert und dienen als Rohstoff für die Herstellung neuer Flaschen aus rPET («recyceltes PET»).

Schema des PET-Kreislaufs bei HENNIEZ

 

In der Schweiz ist das PET-Recycling-System breit etabliert. Auch dank dem Engagement der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten werden gemäss PET-Recycling Schweiz 84 Prozent aller in der Schweiz verkauften PET-Getränkeflaschen wiederverwertet. Nach Angaben des Verbands verursacht das PET-Recycling hierzulande 50% weniger CO2-Emissionen als die Entsorgung im Abfall mit anschliessender Verbrennung und spart jedes Jahr 34 Millionen Liter Erdöl sowie 126‘000 Tonnen Treibhausgase ein (Berechnungen von 2023).

Als Mitglied von PET-Recycling Schweiz steuert Nestlé Waters Schweiz 1.9 bis 2.3 Rappen pro verkaufter PET-Flasche für die Sammlung und das Recycling bei. HENNIEZ setzt seit vielen Jahren auf recyceltes PET aus dem Schweizer Flaschenkreislauf. Heute liegt der Anteil an recyceltem PET (rPET) über die gesamte Marke hinweg bei über 80 Prozent. Damit orientiert sich HENNIEZ an den Gegebenheiten des Schweizer PET-Kreislaufsystems, das für einen langfristig funktionierenden Flaschenkreislauf sowohl recyceltes als auch neues PET benötigt.

Für weitere Informationen können Sie die Website www.petrecycling.ch konsultieren.


Gülle und Kaffeesatz werden zu Biogas: Kreislaufwirtschaft als Teil des ECO-Broye Programms

Marc Menoud, Leiter der Biogasanlage von Engreen in Henniez, erläutert die verschiedenen Stufen der Umwandlung von Hofdünger und Industrieabfällen in erneuerbare Energie.

Marc Menoud, Leiter der Biogasanlage von Engreen in Henniez, erläutert die verschiedenen Stufen der Umwandlung von Hofdünger und Industrieabfällen in erneuerbare Energie.

Die grösste landwirtschaftliche Biogasanlage der Schweiz ist ein zentraler Teil des ECO-Broye Programms. Sie wird vom Energieversorger EnGreen betrieben und befindet sich neben den HENNIEZ Abfüllanlagen.

Wenn Landwirte die Gülle ihrer Tiere zum falschen Zeitpunkt auf den Feldern verteilen, kann das dem Grundwasser schaden. Um eine Bedrohung – 30 000 Tonnen Hofdünger von 25 landwirtschaftlichen Betrieben der Region – in eine Chance zu verwandeln, wird deren Gülle gesammelt und mit industriellen Abfällen - in erster Linie Kaffeesatz aus der nahegelegenen Recyclinganlage der Nespresso Kapseln sowie Abfälle aus den Nescafé und Nespresso-Fabriken, vermischt, um Biogas zu produzieren. Nach dem Verwertungsprozess erhalten die Landwirte im Gegenzug einen geruchsarmen organischen Dünger.

Die Gärung dieser Abfallprodukte generiert jährlich 2,5 Millionen m3 Biogas, welches über den Betrieb eines Generators 6.8 Gigawattstunden (GWh) Strom sowie 8 GWh Wärme erzeugt. Ein Teil dieser Wärme versorgt die nahegelegene HENNIEZ Abfüllanlage, die so zu über 80 % mit erneuerbarer Energie betrieben werden kann. Der produzierte Strom wird in das Schweizer Stromnetz eingespeist und entspricht dem Stromverbrauch von 1500 Schweizer Haushalten.

Marc Menoud zeigt Abfälle von Nespresso Kaffee

MARC MENOUD betreut die Biogasanlage in Henniez.

«Als willkommenes Nebenprodukt produzieren wir einen geruchsarmen organischen Dünger für die beteiligten Landwirte.»

Diese Biogas-Initiative ist ein Beispiel für Kreislaufwirtschaft in der Region: Die Landwirtschafts- und Industrieabfälle werden gemeinsam verwertet. Dabei entstehen Biogas, das in Strom und Wärme umgewandelt wird, sowie ein geruchsarmer organischer Dünger für die beteiligten Landwirte. Gemäss Berechnungen des Betreibers EnGreen werden durch die Anlage pro Jahr mehr als 3'000 Tonnen CO₂-Emissionen vermieden.